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Schauspiel Chemnitz

Weiße Nächte
eine Liebesgeschichte von Fjodor M. Dostojewskij

Regie: Kathrin Brune
Dramaturgie: Friederike Spindler

Er mag Häuser lieber als Menschen – ganz besonders gern hat er jenes liebreizende hellrosa Häuschen, das ihn im Vorbeigehen immer so freundlich anlächelt und sein Herz in Freude versetzt. Und so hört auch nur er den tiefen Jammerschrei des Hauses, als es eines Tages gelb angestrichen wird. Nur Bösewichte und Barbaren bringen es fertig, aus einem stolzen rosa Häuschen einen Kanarienvogel zu machen – und muss sich denn immer alles verändern? Mit diesen Gedanken beschäftigt, wird die Großstadt um ihn langsam leiser, das pulsierende Treiben ruhiger – alle machen sich mit ihren Familien in die Sommerfrische auf. Nur der junge Mann bleibt zurück und streift träumend durch die weißen Nächte von St. Petersburg, in denen die Sonne nie ganz untergeht und so Zeuge einer wundervollen Begegnung wird: Im Schatten einer Brücke trifft der Mann zufällig auf ein junges Mädchen namens Nastenka. Vier Nächte treffen sie sich zur gleichen Zeit am selben Ort. Sie sprechen über das Leben, die Einsamkeit, ihre Sehnsüchte und die Liebe. Dabei kommen sie sich näher und näher. Er erzählt ihr von seinem Leben als Träumer, sie ihm von einer unerfüllten ersten Liebe zu einem Mann, auf dessen versprochene Rückkehr sie bis heute wartet. Vielleicht wird ihre Begegnung mit dem Träumer ein Neubeginn. Die Novelle von Fjodor Dostojewski (1821-1881) erschien erstmals 1848 mit dem Untertitel: Ein empfindsamer Roman. Aus den Erinnerungen eines Träumers. Wenn man die gefühlvolle und zarte Annäherung dieser zwei Liebenden vor dem Hintergrund unserer schnelllebigen, manchmal rauen Zeit und ihren ach so praktischen Partnersuchportalen denkt, dann wirken sie wie zwei aus der Zeit gefallene Romantiker – gibt es die heute noch?

Premiere:
15. März 2019

Weitere Termine und Informationen:
http://www.theater-chemnitz.de/