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Bayerische Staatsoper München

Aus einem Totenhaus
Oper in drei Akten von Leoŝ Janáček
Libretto vom Komponisten nach "Aufzeichnungen aus einem Totenhaus" von Fjodor M. Dostojewskij
Neuproduktion

Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Frank Castorf

„Totenhaus“ – so wird das sibirische Strafgefangenenlager von denen genannt, die hier eingesperrt sind: Diebe, Totschläger, Mörder, politische Gefangene. Dieser Ort der Überwachung und Bestrafung mit seinen ganz eigenen Regeln von Macht und Unterwerfung, seinen Rangordnungen und den Schikanen der Bewacher liegt fernab der zivilisierten Gesellschaft, ist zugleich ihr blinder Fleck und ihr Spiegel.

Basierend auf Fjodor Dostojewskijs Roman Aufzeichnungen aus einem Totenhaus, in dem dieser seine eigene vierjährige Lagerhaft literarisch verarbeitete, schuf Leoš Janáček ein singuläres Werk des Musiktheaters: eine Oper ohne Helden, ohne eine auf Konflikte und Lösung setzende Handlung. Vor dem Hintergrund des immergleichen, zermürbenden Lageralltags lässt er einzelne Gefangene und ihre Lebensgeschichten für Augenblicke aus der Menge hervortreten, wirft Schlaglichter auf von Erniedrigungen und Beleidigungen gezeichnete Biographien. Janáčeks einzigartiges, dem menschlichen Sprechen abgelauschtes musikalisches Idiom findet einen ungeschönten gestischen Ausdruck für die im Lager herrschende Brutalität, aber auch für die Momente von geteilter Hoffnung auf Freiheit, von Mitgefühl und Solidarität.

In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Premiere:
21. Mai 2018

Termine:
19., 21. und 26. Oktober 2018

Weitere Termine und Informationen:
www.staatsoper.de